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MP3-Player

MP3

Kaum einer kennt es nicht. MP3 in aller Munde, aber was steckt wirklich dahinter, wie funktioniert es und was kann man damit machen. Für alle die es wissen wollen, hier eine einfach verständliche Zusammenfassung zu Thema MP3.

MP3-Format

MP3 ist ein vom Frauenhofer Institut entwickeltes Audiocodierungsverfahren und ist die Abkürzung für MPEG Audio Layer-3. Einfach gesagt werden Audiodateien verlustbehaftet bis auf ein Zwölftel ihrer Größe komprimiert. Dies erfolgt, indem man mit Hilfe eines Kodierers (Encoder) einen Teil der digitalen Toninformationen, wie sie auf CDs üblich sind, einfach weg lässt, ohne großen Qualitätsverlust im Klang. Weggelassen werden Töne, die der Mensch sowieso nicht bewusst hört. Ein Dekodierer (Decoder) erzeugt daraus ein original klingendes Signal, welches allerdings nicht identisch mit dem Originalsignal ist.

Die Qualität der Musik hängt vom Codec (Encoder/Decoder), der Audiotechnik und besonders von der Bitrate (Datenübertragungsgeschwindigkeit) ab. Diese wird in Kilobit pro Sekunde (kBit/s) gemessen und reicht von 8 - 320 kBit/s. Je höher, desto besser die Qualität aber auch umso höher der Speicherbedarf.

Beispiel: Ein Lied das mit 128 kBit/s in MP3 umgewandelt wird, benötigt, abhängig von der Länge einen Speicherplatz von 3-5 MB Speicher. Hier sind teilweise allerdings leicht hörbare unterschiede zum Original zu hören. Sicherer ist man mit einer Bitrate von 192 kBit/s, was allerdings auch mehr Speicherplatz in Anspruch nimmt. Dies sollte jeder Hörer für sich selbst testen und einstellen.


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Speicherangaben

MB (MegaByte) und GB (GigaByte) geben die Speicherkapazität (insgesamt verfügbarer Speicherplatz) eines MP3-Players an. Als Richtwert gilt hier: 1 MB = 1 Minute Musik. Auf einen MP3-Player mit 512 MB passen somit ca. 8,5 Std Musik in guter Qualität. Ein GB entspricht 1024 MB. Auf einen MP3-Player mit 1 GB passen somit ca. 17 Std Musik mit angemessener Qualität.

MP3-Files bekommen

Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten:
- Internet: Zum Teil kann man sich kostenlose oder entgeltliche MP3-Dateien herunterladen. Hier sollte man allerdings aufpassen, dass man nicht mit dem seit dem 01.10.2003 geltenden Urheberrecht in Konflikt kommt.
- Eine andere Möglichkeit besteht darin, Musikdateien von CD´s, Radio, etc in MP3-Dateien umzuwandeln, rippen.

Rippen: Umwandeln von Audio-CDs in MP3-Dateien

Solange es sich um eigene CDs handelt und für den eigenen Gebrauch stattfindet, ist dies nach dem Urheberrecht noch legal. (Es darf aber kein Kopierschutz geknackt werden müssen)

Vorraussetzung zum Rippen ist ein CD/DVD-Laufwerk am Computer, sowie ein Überspielprogramm. Diese Software sollte bei dem MP3-Player im Lieferumfang enthalten sein. Programme hierfür sind z.B. Audiograbber, Cdex, Exact Audio Copy.

ID3-Tags

ID3-Tags (Identify an MP3; Tag bedeutet soviel viel Anhäger) sind Metadaten (Zusatzinformationen), welche in MP3-Audiodateien enthalten sein können. Früher wurden diese Angaben (z.B. Künstler, Titel, Erscheinungsjahr) oft im Dateinamen gespeichert. Programme um ID3-Tags hinzuzufügen, ändern und suchen sind z.B. Mp3tag, Magic MP3 Tagger, Easy Tag uvm.

Normalisierung

Hat man mehrere MP3-Dateien aus verschiedenen Quellen, passiert es, dass die Lautstärke der Titel unterschiedlich ist. Um den Audiodaten ein einheitliches Lautstärkeniveau zu geben, gibt es "Normalisierungsprogramme".
Hier gibt es zwei verschiedenen Möglichkeiten.

- max. Amplitude angleichen: Die "lauteste Stelle" in den Dateien wird als 100% festgelegt und als maximal, erlaubter Wert eingestellt.

- RMS (Root Mean Square): Lautstärke wird analysiert und der Durchschnitt berechnet. Daraufhin werden die Daten auf das gewünschte Niveau gebracht.

Ein Programm hierfür ist z.B. MP3Gain.

Schnittprogramme

Hat man Audiodateien aus analogen Quellen z.B. Internetradio generiert, kann es passieren, das mehrere Titel ohne Pause aneinandergereiht gespeichert werden.
Mit einem Schnittprogramm lassen sich daraus einzelne Titel erstellen. Programme hierfür sind z.B. MP3 DirectCut, mp3splitter, Audacity oder Goldwave.

MP3-Player Arten

So, nun hat man endlich seine Lieblingsmusik im MP3-Format und zugeschnitten und nachbearbeitet... jetzt will man sie schließlich auch noch irgendwo hören.

Für zu Hause:

- PC (Hierzu muss ein geeignetes Abspielprogramm wie z.B. Windows Media Player auf dem PC installiert sein)

- Stereoanlage (mit einem passenden Klinkenstecker oder Cinchstecker kann man jeden tragbaren MP3-Player an die Stereoanlage anschliessen)

- DVD-Player (muss die Fähigkeit haben, MP3s abzuspielen; gehört heute aber zum Standard)v

Für unterwegs:

MP3-CD-Player

Für alle CD-Freaks ist dies eine sehr gute Möglichkeit sowohl seine Audio-CDs als auch seine selbstgebrannten CDs mit MP3-Format abzuspielen ohne diese erst großartig umwandeln oder bearbeiten zu müssen.

Vorteil ist wohl der Anschaffungspreis, der selten über ca. 100 Euro geht. Die Rohlinge sind billig und die 700 Megabyte bieten etwa 12 Stunden Musik in guter Qualität. Das entspricht ca. 150 Liedern und bis zu 10 Alben.

Nachteil ist wohl, das die Geräte größer sind als andere Player und trotz des mittlerweile guten Zwischenspeichers halten die Geräte größeren Erschütterungen einfach nicht stand. Es stehen auch wenig Zusatzoptionen zur Verfügung.

MP3-Player mit Speicherchips oder Speicherkarten

Die Geräte sind meist nicht mehr größer als eine Streichholzschachtel und haben einen eingebauten Speicherchip (FlashMemory) oder auswechselbare Speicherkarten. Speicherkarten-Typen sind z.B. Smart Media Card, SD Memory Card, Multimedia Card.

Vorteile sind vor allem, das sie sehr klein, stabil und Erschütterungsunempfindlich sind. Die Datenübertragung über USB geht ziemlich schnell und einfach. Sie haben einen geringen Stromverbrauch und viele Zusatzoptionen. Die Speicherkarten können meistens auch für die Digitalkamera verwendet werden.

Nachteile hierbei wären allerdings das die Speicherchips meist weniger Speicher wie z.B. Festplatten-Player haben, die Speicherkarten teils sehr teuer sind und der Speicher vor allem begrenzt ist.

MP3-Festplatten-Player

Player mit integrierter Festplatte haben allgemein eine sehr hohe Kapazität.
Vorteile sind dazu auch, das sie im Allgemeinen größere Displays und mehr Features wie z.B. Videos abspielen, haben und leicht bedienbar sind.

Nachteil dieser Geräte ist allerdings, das sie schwerer und teurer sind als andere MP3-Player. Erschütterungsempfindlicher sind sie auch und zum Teil haben sie auch nur integrierte Akkus, die sich nicht auswechseln lassen.

MP3 im Auto

Es gibt zu einen Geräte, die wie ein CD-Wechsler am Autoradio angeschlossen werden können oder eine andere Möglichkeit bieten Kassetten-Adapter. Diese werden über den Köpfhörerkanal am Player über einen Kassetten-förmigen Adapter mit dem Autoradio verbunden.

Diktiergerät / Musikaufnahme

Viele MP3-Player mit Festplatte oder Speicherchip besitzen ein eingebautes (teilweise auch externes) Mikrofon und lassen sich somit auch als Diktiergerät zur Sprachaufnahme nutzen.
Für hochwertige Musikaufnahmen eignen sich diese meist aufgrund der niedrigen Sampling-Rate und Mono-Aufnahme nicht.

Zur Musikaufnahme nutzen die Player entweder einen analogen Line-Eingang, der besonders dafür geeignet ist um von Hifi-Geräten aufzunehmen oder Live-Aufnahmen zu machen, oder andere nehmen auch digital oder von Quellen mit Mikrofon-Pegel auf.

Wer möglichst hohe Aufnahmequalitäten erzielen möchte, sollte darauf achten, das ein guter Analog-Digital-Wandler (ADC) vorhanden ist.

Radio-Funktion

Mit vielen Playern kann man auch Radio über UKW hören. Hierbei sollte man darauf achten, dass das oft viel zu kurze Kopfhörer-Kabel keine Antenne ersetzen. Außerdem ist es sinnvoll die Sender speichern zu können, damit man die Frequenzen nicht immer neu suchen muss.

Fernsteuerung

Gerade für die größeren Geräte, die in der Tasche transportiert werden, ist dies eine sinnvolle Ausstattung. Die Fernbedienung ist meist am Kopfhörer integriert.

Schnittstellen

Gerade Festplatten-Player sollten aufgrund der großen Datenmenge die überspielt werden können, schnelle Schnittstellen wie USB 2.0 oder Firewire haben.

Akkus oder Batterien

Gerade Festplatten-Player haben meist Akkus. Da diese nach einiger Zeit defekt werden können, sollte man darauf achten das sie auswechselbar sind, da sonst ein neues Gerät fällig wird.
Bei Batterien ist es auch eine Preisfrage. Batterien sind im Einkauf meist nicht sehr teuer, aber auf Dauer können sie doch sehr mit Kosten verbunden sein.
Batterien sind mal schnell auswechselbar, Akkus dagegen müssen erst wieder mit teils langen Ladezeiten aufgeladen werden.
Hier sollte man für sich entscheiden für was und wie oft man den MP3-Player verwendet.


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Der Stand der Informationen ist 2007. Alle Angaben ohne Gewähr.
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