Tipps und Hausmittel für die möglichen Begleiterscheinungen in einer Schwangerschaft

Allgemein | Ernährung | Wadenkrämpfe | Übelkeit | Sodbrennen | Schwangerschaftsstreifen | Müdigkeit | Verstopfung | Atemnot | Blasendruck | Kopfschmerzen | Krampfadern | Karpaltunnelsyndrom | Wassereinlagerungen

Allgemein

1. Kräuterkissen fürs Wochenbett:
Dinkelspelzen und zu gleichen Teilen Dost, Johanniskraut, Schafgarbe, Frauenmantel, Waldmeister, Labkraut gelb, Wermut, Salbei oder andere Bettstrohkräuter in einen Kissenbezug geben und zunähen.

oder:

2. Täglich ein bis zwei Gläser Kümmelmilch trinken, dies soll die Milchbildung anregen.

oder:

3. Alkoholfreies Bier kann die Milchproduktion stillender Mütter anregen. Die Gerste soll die Ausschüttung des Hormons Prolaktin bewirken. Allerdings sollte täglich nicht mehr als 200 ml davon getrunken werden.

oder:

4. Wehenschmerz lindern: Amerikanische Hebammen schwören darauf, kurz vor der Geburt ein Glas Vollmilch mit 2000 mg Kalzium zu trinken.

oder:

5. In Australien rät man Schwangeren ab Mitte bis Ende des vierten Monats täglich vier Gramm Lebertran einzunehmen. Die enthaltenen Omega-3-Fettsäuren können die Entwicklung des Gehirns des Kindes fördern.


Ernährung

Viele kennen die Aussage "in der Schwangerschaft für zwei essen". Dies ist leider falsch. Grundsätzlich benötigt man in den ersten sechs Monaten nicht mehr Kalorien als zuvor und auch in den letzten drei Monaten benötigt man nur ca. 200 Kalorien mehr am Tag (= 2 Bananen, kleine Scheibe Brot mit Käse, o.ä.)
Was richtig ist: In der Schwangerschaft sollte man sich doppelt so gesund ernähren, damit Mutter und Kind alle Nährstoffe und Vitamine bekommen.
Bei der Ernährung gibt es ein paar Dinge zu beachten und Lebensmittel die vermieden werden sollten:
1. Fünfmal täglich Obst oder Gemüse in jeglicher Form zu sich nehmen.
2. Listerien! Keine Rohmilch und daraus hergestellte Lebensmittel wie Käse essen. Dies muss laut EU-Richtlinie gekennzeichnet sein. Zu meiden sind weiche Käsesorten wie Camembert, Brie, Harzer Käe, Handkäse, Käse mit Rotschmiere etc. Hartkäse aus Rohmilch ist unbedenklich. Eingelegte Käse wie Schafskäse, Mozzarella, o.ä. sollten aufgrund eventuell mangelnder Hygiene nur abgepackt gekauft werden.
3. Gegen den gefährlichen Eisenmangel können helfen: Hirse, Rote Beete, schwarze Johannisbeeren und Mandeln.
4. Wenn möglich die Vollkornvariante essen, z.B. bei Brot oder Nudeln.
5. Rohes, nicht durchgegartes Fleisch, roher Fisch, rohe oder weiche Eier meiden. Es besteht Bakterien-Gefahr. Diese Lebensmittel nur gut durchgegart oder gekocht essen.
6. Alkohol ist komplett tabu.
7. Nicht mehr als 200 mg Koffein täglich (Vorsicht auch bei Tee und koffeinhaltigen Limonaden oder Energy-Drinks)
Ermitteln Sie hier den Koffeingehalt verschiedener Getränke.
8. Nicht mehr essen, sondern besser!
9. Folsäure, Jod und Eisen sind besonders wichtig in der Schwangerschaft und lassen sich über das natürliche Essen oft nicht ausreichend decken. Nahrungsergänzugsmittel können hier, in Absprache mit dem Arzt, helfen


Wadenkrämpfe

Wadenkrämpfe sind in der Schwangerschaft völlig normal und können aufgrund Magnesiummangel oder anderen Mängeln auftreten. Durchblutungsstörungen oder Überbelastung sind ebenfalls mögliche Ursachen.
Mit diesen Hausmittel kann man Wandenkrämpfen in der Schwangerschaft eventuell vorbeugen:
1. Beine so oft wie möglich hoch legen.

oder:

2. Früh und abends die Füße kalt/lauwarm, warm, kalt/lauwarm abbrausen.

oder:

3. Viel trinken, z.B. magnesiumhaltiges Wasser.

oder:

4. Magnesiumreiche Ernährung mit z.B. Spinat, Erbsen, Nüssen, Bananen etc.

oder:

5. Bei akkuten Krämpfen dehnen.

oder:

6. Der Elektrolyte-Haushalt sollte immer intakt sein. Gerade nach dem Sport oder auch nach Übelkeit mit Erbrechen ist es wichtig, diesen wieder aufzufüllen, z.B. mit einem Glas Orangesaft und einer Prise Salz oder isotonischen Getränken.


Übelkeit in der Schwangerschaft

Gerade in den ersten drei Monaten leiden viele Schwangere unter der bekannten Morgenübelkeit. Aber ein Geruch untertags als Auslöser oder gar ständige Übelkeit von morgens bis abends sind ebenso möglich. Dies kann den Alltag und auch die Arbeit sehr beeinträchtigen. Zu einem Arzt gehen sollte man, wenn man sich mehrmals täglich übergibt, nichts isst oder trinkt und oder Gewicht verliert. Ebenso wenn dazu Kopfschmerzen und Fieber auftreten.
Diese Hausmittel können gegen die Übelkeit helfen:
1. Essen Sie bereits 20 bis 30 min vor dem Aufstehen eine Kleinigkeit wie Zwieback, Kekse oder eine Banane im Bett

oder:

2. Einem leeren Magen wird leichter schlecht, also mehr über den Tag verteilt essen und somit den Blutzuckerspiegel konstant halten.

oder:

3. Ein paar Notfall-Snacks wie Studentenfutter, Müsliriegel, Bananen, Brot o.ä immer dabei haben, um bei anschleichender Übelkeit etwas essen zu können.

oder:

4. Ausreichend trinken, kleine Schlücke Wasser oder ungesüßten Tee, hilft, den Flüssigkeitshaushalt in Balance zu halten. Wichtig auch, wenn man sich übergeben musste.

oder:

5. Stark gewürztes und fettiges Essen vermeiden.

oder:

6. Zuviel Koffein (auch in Energy-Drinks oder Limonaden enthalten) und Teein kann dem Kind schaden

oder:

7. Getrocknete Früchte, wie Aprikosen, gleichen den Kalium-Wert aus.

oder:

8. Essen auf was man Lust hat, der Körper sagt einem meist was gut oder schlecht für ihn ist.

oder:

9. Viele schwören bei Übelkeit auf Ingwer-, Melissen-, Himbeerblätter-, Kamillen- oder Pfefferminztee.

oder:

10. Akupunktur und Homöopathie können auch helfen. Hierzu bitte einen Arzt oder geschultes Fachpersonal befragen.

oder:

11. Über den Tag verteilt bis zu sechs Mandeln kauen.

oder:

12. An einer aufgeschnittenen Zitrone oder frischem Pfefferminz riechen.

oder:

13. Sich Ruhe gönnen.

oder:

14. Ingwer in allen Formen ist ein beliebtes Hausmittel.

oder:

15. Ausgewählte Duftöle mit Pampelmuse, Bergamotte und Neroli nachts neben das Bett stellen oder ein Taschentuch damit beträufeln und gelegentlich dran riechen.

oder:

16. Einen Esslöffel Apfelessig mit einem Glas Mineralwasser mischen und dies langsam, schluckweise austrinken.

oder:

17. Zu gleichen Teilen Kamille, Pfefferminz und Frauenmantel mischen. Bei Bedarf einen Teelöffel davon in eine Tasse geben und mit kochendem Wasser aufgießen. Nach 10 Minuten abseihen und trinken, jedoch nicht mehr als drei Tassen am Tag.


Sodbrennen

Sodbrennen ist etwas sehr unangenehmes und kommt bei Schwangeren leider häufiger vor. Gerade im letzten Drittel könnte nicht nur das Baby, sondern auch das Hormon Progesteron die Ursache hierfür sein. Eigentlich sorgt es für die Muskelentspannung der Gebärmutter, leider entspannt sich der Verdauungs- und Harntrakt oft ebenso, genauso der Schließmuskel der Speiseröhre. Dadurch kann Magensäure aufsteigen und Sodbrennen verursachen.
Diese Tipps können Sodbrennen in der Schwangerschaft lindern:
1. Einen Löffel trockene Haferflocken oder ein Stück Brot dienen dazu, die Magensäure aufzusaugen.

oder:

2. Nach dem Essen einen Teelöffel Senf essen.

oder:

3. Auf säuernde Lebensmittel wie Fruchtsäfte, Zitrusfrüchte, Kaffee, Tee und Süßigkeiten verzichten.

oder:

4. In einem Liter Wasser einen Teelöffel Leinsamen und eine kleingeschnittene Kartoffel ca. 20 Minuten köcheln lassen. Den Sud über einen Tag hinweg verteilt trinken.

oder:

5. Vor dem Essen einige Schluck warmes Wasser trinken.

oder:

6. Ein Glas Milch soll neutralisieren.

oder:

7. Nach jedem Essen eine Tasse Fencheltee schlückchenweise trinken.

oder:

8. Spätabends nichts mehr essen, vor allem nichts reichhaltiges oder fettiges.

oder:

9. Sodbrennen in der Nacht mag gelindert werden, indem man den Oberkörper insgesamt etwas höher legt.

oder:

10. Über den Tag verteilt bis zu sechs Mandeln kauen.

oder:

11. Nach dem Essen einen Esslöffel Joghurt (natur) langsam im Mund zergehen lassen.





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Schwangerschaftsstreifen

Leider gibt es kein sicheres Hausmittel gegen Schwangerschaftsstreifen oder um diese zu verhindern. Diese Dehnungsstreifen entstehen während der Schwangerschaft durch die Gewichtszunahme. Jüngere Frauen sind mehr betroffen als ältere. Umso stärker die Gewichtszunahme, umso größer ist die Dehnung der Haut und umso wahrscheinlicher sind bleibende Schäden. Schwangerschaftsstreifen können von Anfang bis kurz vor Ende der Schwangerschaft auftreten.
1. Auf die Gewichtszunahme achten. Nicht zuviel unnötige Kilos zunehmen. Dies gelingt durch ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse und Obst und weniger fetthaltiges Essen, sowie ausreichend Bewegung.

oder:

2. Ausreichend Wasser trinken, dies soll die Haut geschmeidig halten.

oder:

3. Betroffene Stellen wie Busen, Bauch, Gesäß und Oberschenkel täglich eincremen oder einölen.


Müdigkeit

Müdigkeit gehört zu ersten Begleiterscheinungen in der Schwangerschaft und kann besonders im ersten Trimester extrem sein. Eine Schwangerschaft ist immerhin eine enorme Belastung für den Körper und die Müdigkeit deutet einem am, alles nun langsamer zu machen. Am Anfang bildet der Körper die Plazenta, welche das Baby mit allem versorgt, der Hormonhaushalt und der Stoffwechsel verändern sich, Blutdruck und Blutzuckerspiegel können niedriger sein, alles kann dazu führen, dass man sich schlapp und ausgelaugt fühlt. Bei vielen Frauen verschwindet die Müdigkeit ab dem vierten Monat wieder und es kann ein regelrechter Energieschub folgen.
Tipps gegen Müdigkeit in der Schwangerschaft:
1. Öfter mal ein Nickerchen machen, schon 15 Minuten können helfen.

oder:

2. Kleine Pausen einlegen, aufstehen, sich strecken, ein paar Schritte gehen, all dies regt den Kreislauf wieder an.

oder:

3. Viel Sauerstoff, ob durch regelmäßiges Lüften oder besser kleine Spaziergänge. Frische Luft belebt den Körper und macht munter.

oder:

4. Sport wie Yoga oder Schwimmen kann der Müdigkeit entgegenwirken und den Blutdruck in Schwung bringen.

oder:

5. Gesunde Ernährung bringt Kraft und Energie.

oder:

Koffein bringt gegen die hormonbedingte Müdigkeit nichts. Zuviel Kaffee kann dem Baby auch schaden.


Verstopfung in der Schwangerschaft

Auch hier können wieder die Hormone schuld sein, denn das Hormon Progesteron stellt den Darm ruhig und die Verdauung wird verlangsamt. Somit bleibt die Nahrung länger im Darm und Nährstoffe sowie Vitamine können besser verwertet werden. Der eigene Lebensstil, d.h. Ernährung, Bewegung, etc., spielen dabei auch eine Rolle.
1. Magnesium kann helfen.

oder:

2. Die Ernährung sollte möglichst ballaststoffreich, gesund und ausgewogen sein.

oder:

3. Regelmäßgige Bewegung fördert die Verdauung.

oder:

4. Getrocknete Pflaumen oder Feigen über Nacht in warmes Wasser einlegen. Morgens dann diese essen und das Wasser davon trinken.

oder:

5. Nahrungsmittel wie Nudeln, Schokolade, Bananen oder Produkte aus Weißmehl können noch mehr stopfen und sollten reduziert oder vermieden werden.

oder:

6. Auf der Toilette nicht hetzen und vor allem nicht zu intensiv drücken. Dies könnte Hämorrhoiden hervorbringen.

oder:

7. Geschrotete Leinsamen können helfen, 1-3 TL z.B. in Naturjoghurt rühren und täglich essen.

oder:

8. Abführmittel jeglicher Art sind absolut tabu.

oder:

9. Ausreichend trinken, am besten Wasser, Saftschorlen oder ungesüßte Tees. Ein Glas Wasser, Orangensaft oder auch Buttermilch morgens auf nüchternen Magen kann die Verdauung anregen.


Atemnot

Kurzatmigkeit ist während der gesamten Schwangerschaft normal und kann mit der hormonellen Veränderung zusammen hängen. Am Anfang stellt sich der Körper entsprechend der neuen Situation um, um besser mit Sauerstoff und Kohlendioxid umgehen zu können. Im Laufe der Zeit wächst die Blutmenge im Körper und somit auch der Sauerstoffbedarf. Am Ende der Schwangerschaft ist es möglich, dass die Gebärmutter auf das Zwerchfell drückt und die Atemprobleme daher kommen.
1. Da Eisenmangel die Kurzatmigkeit verstärken kann, sollten viele eisenreiche Lebensmittel wie grünes Blattgemüse, rotes Fleisch, Eigelb oder weiße Bohnen auf dem Speiseplan stehen.

oder:

2. Atmen Sie tief durch. Viele haben das verlernt.

oder:

3. Bewegung und frische Luft tun gut, wenn das Atmen schwer fällt.


Blasendruck

Leider ist der ständige Drang aufs Klo während der Schwangerschaft völlig normal und teils auch wieder auf die Hormone zurückzuführen. Später drückt dann das Baby auf die Blase. Da kann man nichts dagegen machen. Auf keinen Fall sollte man weniger trinken, sondern wie gehabt mindestens einen halben Liter Wasser mehr am Tag trinken.


Kopfschmerzen

Kopfschmerzen sind nie schön und in der Schwangerschaft sollte man keine Medikamente dagegen nehmen solange es nicht mit dem Arzt abgesprochen ist.
Wer kann sollte herausfinden, woher der Schmerz kommt. Liegt es z.B. an Flüssigkeitsmangel, ist der Schmerz leicht durch trinken zu lindern. Vielleicht liegt es auch an dem, was man gegessen hat, Wetterwechsel, zu wenig Schlaf, Stress oder Sauerstoffmangel.
Wenn der Schmerz dennoch nicht geht könnten folgende Tipps Linderung bringen.
1. Eine kalte Kompresse auf die Stirn, Schläfen oder ins Genick legen.

oder:

2. Lassen Sie sich den Kopf-, Nacken-, Schulter- und Rückenbereich massieren.

oder:

3. Ausreichend Wasser trinken und viel bewegen, am besten an der frischen Luft.

oder:

4. Bei Nackenschmerzen hat sich Rotlicht oder eine richtig temperierte Wärmflasche bewährt.

oder:

5. Klingt komisch, ist aber vielleicht einen Versuch wert: an einem grünen Apfel riechen.

oder:

6. Ausreichend Wasser trinken und viel bewegen, am besten an der frischen Luft.

oder:


Treten die Kopfschmerzen in der Schwangerschaft krampfartig und in Zusammenhang mit Übelkeit, Erbrechen und Augenflimmern auf, sollte man eine Arzt kontaktieren, um schwerwiegendere Erkrankungen auszuschließen.


Krampfadern

Die größere Blutmenge in der Schwangerschaft kann Druck auf die Venen verursachen und Krampfadern begünstigen. Aber auch vorhandene Krampfadern können in diesen neun Monaten beschwerlich sein.
Hier sind einige Tipps bei Krampfadern:
1. Beine sooft wie möglich hoch legen. Dabei sollten die Füße höher liegen als der Kopf.

oder:

2. Im Büro öfter aufstehen und abwechselnd auf den Zehenspitzen, normal und auf der Ferse herum laufen. Im Sitzen die Beine bewegen, kreisen oder wippen um den Blutfluss zu unterstützen. Das Überkreuzen der Beine behindert den Blutfluss sehr.

oder:

3. Betroffene Stellen kühlen.

oder:

4. Quarkwickel: kühlen Quark auf eine Kompresse oder sauberes Tuch streichen und zu einem Päkchen einschlagen. Mit der nicht eingeschlagenen Seite bis zu 15 Minuten auf die betroffenen Stellen legen. Sollte der Wickel warm werden, diesen erneuern.

oder:

5. Stützstrümpfe verwenden.

oder:

6. Lauwarm-kalte Wechselduschen in den betroffenen Regionen.

oder:

7. Über 6 Wochen täglich zwei Tassen Buchweizentee trinken. Dazu zwei Teelöffel Buchweizenkraut mit 250 ml Wasser aufkochen, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen und trinken.

oder:

8. Einreibungen mit Ringelblumensalbe oder Retterspitz könnten Linderung bringen.


Karpaltunnelsyndrom

Das Karpaltunnelsyndrom tritt nicht nur in der Schwangerschaft auf, hier aber sehr häufig ab dem 5. oder 6. Monat und dann vor allem nachts. Es beginnt mit tauben, gefühllosen Fingern, kribbeln in der Hand und Arm, so als ob alles eingeschlafen wäre. Gerade morgens hat man keine Kraft, die Bewegung fällt schwer und tut teils sogar weh. Meistens betrifft es nur eine Hand, nicht beide. Normalerweise wird es durch Überbelastung oder einer anhaltenden Fehlhaltung ausgelöst. In der Schwangerschaft aber tritt es durch die erhöhte Wassereinlagerung in Armen und Beinen auf, welche das Bindegewebe anschwellen lässt und dann auf die Nerven drückt. Im Normalfall verschwinden die Symptome nach der Entbindung wieder.
1. Hände ausschütteln kann das komische Gefühl mindern.

oder:

2. Nächtliches Tragen einer Handgelenksschiene kann den Druck auf den Karpaltunnel verringern.

oder:

3. Arme nach oben strecken und Finger bewegen.

oder:

4. Massagen, Lymphdrainage oder Akupunktur unter fachlicher Leitung können Linderung bringen.

oder:

5. Kamillentee kann die Entzündung lindern.

oder:

6. Die Zucker-, Salz- und Fettaufnahme so gut wie möglich verringern und soviel Wasser wie möglich trinken.


Wassereinlagerungen (Ödeme)

Wassereinlagerungen (Ödeme) sind in der Schwangerschaft und gerade im letzten Trimester völlig normal. Leider, denn angenehm ist das keineswegs und es kann auch schmerzhaft sein. Gerade am Ende eines Tages mit viel Stehen oder an warmen Tagen können die Füße, Knöchel und auch die Hände sehr geschwollen sein. Grund hierfür sind unter anderem Hormone, erhöhter Blutdruck, der größere Körperumfang und die steigende Blutmenge. Vieles spielt dabei eine Rolle. Solange aber keine zusätzlichen Beschwerden auftreten sind die Wassereinlagerungen nicht schädlich und mit einfachen Tipps zu lindern.
Nach der Entbindung wird die überschüssige Flüssigkeit auch meist wieder schnell über Schwitzen oder Harndrang ausgeschieden. Entwässernde Medikamente sind ohne Absprache mit dem Arzt auf jeden Fall tabu.

1. Regelmäßige Bewegung ist jetzt Wichtig. Ein großer Spaziergang am Tag oder täglich mehrmals kleinere Bewegungseinheiten sind ratsam.
Auch Schwimmen kann gegen die Ödeme helfen und das Wohlbefinden steigern.

oder:

2. Warme Vollbäder mit Meersalz können den Blutdruck senken und den Harndrang anregen.

oder:

3. Beine sooft wie möglich entlasten und hoch legen. Wenn möglich, die Beine nachts etwas höher als das Becken lagern.

oder:

4. Trotz der Wassereinlagerungen viel trinken. Am besten Wasser oder ungesüßte Tees.

oder:

5. Wechselduschen und Kaltwassertreten könnte Erleichterung bringen. Wichtig: Immer an der Stelle beginnen, die am weitesten vom Herzen entfernt ist. Zum Beispiel von der Ferse zum Gesäß und zurück.

oder:

6. Stützstrümpfe oder Strumpfhosen gibt es auf Rezept oder im Fachhandel.

oder:

7. Enge Kleidung vermeiden. Sicherheitshalber auch Ringe rechtzeitig ablegen.







Hinweis: Diese Webseite ist eine Sammlung von Informationen über früher und aktuell benutzte Hausmittel. Sie stellt in keiner Weise Ersatz für Beratungen oder Behandlungen durch Ärzte oder Apotheker dar. Die Wirksamkeit und Unbedenklichkeit der Mittel wird nicht garantiert. Alle Angaben sind ohne Gewähr. Wenden Sie sich bei gesundheitlichen Fragen oder Beschwerden immer an einen Arzt oder Apotheker.

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