Arnika (Arnica montana)


1. Beschreibung Arnika, auch Bergwohlverleih genannt, gilt schon seit Jahrhunderten als natürliches Schmerzmittel. Sie war Blume des Jahres 1986 und Arzneipflanze des Jahres 2001. Die mehrjährige Pflanze gehört zur Familie der Korbblütler und wächst hauptsächlich in höheren Lagen ab 800 Metern. Da sie so vielseitig verwendet werden kann, wurden die Wildvorkommen schon fast ausgerottet und stehen daher unter Naturschutz.
Arnika ist eine ausdauernde, aromatisch riechende Staudenpflanze mit einer Wuchshöhe von 20 - 60 cm. Der Stängel ist behaart, die niederen Grundblätter sind eiförmig und ganzrandig und wachsen rosettenartig um den Stängel. Die höher liegenden, kleineren Blätter sind leicht behaart und wachsen in gegenständigen Blattpaaren. Die gelbe Blüte besitzt sternförmige Zungenblüten außen und Röhrenblüten im Inneren.

2. Anbau Arnika lässt sich einfach im Garten anbauen. Sie stellt keine besonderen Ansprüche an Boden oder Standort, mag aber am liebsten sonnige bis halbschattige Orte. Kleine Pflänzchen können immer eingepflanzt werden, solange kein Bodenfrost herrscht. Samen sollten ab Februar unter Glas oder in einem kleinen Gewächshaus gezogen werden. Zum ernten sind selbstgezogene Pflänzchen meist erst nach 3 Jahren geeignet.

3. Ernte Wild wachsende Pflanzen dürfen nicht gepflückt werden. Blütezeit ist von Juni bis August. Beste Erntezeit ist, wenn zwei bis drei Kränze der inneren Röhrenblüten geöffnet sind. Verwendet werden hauptsächlich die Blüten, sie enthalten den Bitterstoff Arnicin, ätherische Öl und Flavonoide. Die Wurzeln werden, wenn überhaupt, im September und Oktober ausgegraben und oftmals für Tinkturen hergenommen.

4. Verwendung Manche schwören bei Muskelzerrungen und Arthritis auf Arnika. In der Homöopathie wird sie bei Schmerzen und Blutergüssen angewendet. Arnika gilt als antibakteriell, entzündungshemmend, krampflösend, schmerzstillend und schweißtreibend. Aber Vorsicht, äußerlich verwendet kann sie die Haut reizen oder Allergien auslösen und sollte deshalb vor Benutzung stark verdünnt werden. Man sollte sich langsam an die Behandlung mit Arnika herantasten. Da gewisse Inhaltsstoffe der Arnika giftig sind, darf sie keinesfalls eigenständig innerlich eingenommen werden (außer homöopathische Produkte).
Hausmittel
  • Bluterguß, blaue Flecken:
    Salben mit Arnika sollen abschwellen, Entzündungen hemmen und Schmerzen lindern.
  • Tee (nicht zum trinken):
    1-2 Teelöffel getrocknete Blüten mit 250 ml kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen und abseihen. Dieser Tee kann verdünnt für Umschläge bei Blutergüssen, Quetschungen, Prellungen und Verstauchungen angewendet werden. Hierbei bitte langsam herantasten und bei Hautreaktionen sofort mit der Behandlung aufhören.
  • Tinktur:
    20 g Arnika-Blüten in ein verschließbares Gefäß geben und mit 200 ml Alkohol (Weingeist aus der Apotheke, Korn, Wodka) aufgießen und zwei Wochen ziehen lassen. Nach dieser Zeit abseihen, in eine dunkle Flasche füllen und weitere 2-4 Wochen stehen lassen.
    Diese Tinktur wird für Umschläge bei Prellungen, Verstauchungen oder blauen Flecken verwendet. Dazu einen Esslöffel der Tinktur mit einem halben Liter lauwarmen Wasser mischen.
  • Badezusatz zur Entspannung und für müde Muskeln:
    Je 1 Tl Beinwell und Wacholderbeeren mit 300 ml kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen und abseihen. Eine Hand voll Totes Meer Badesalz in die Badewanne geben und in heißem Wasser auflösen. Badewasser einlassen, Aufguß hinzu fügen, sowie je 2 Tropfen Arnikatinktur, Kiefernöl, Lavendelöl und Zitronenöl. Dieses Bad soll nach einem anstrengend Tag oder sportlicher Betätigung entspannen und die Muskeln lockern.


Arnika

Arnika







Hinweis: Diese Webseite ist eine Sammlung von Informationen über früher und aktuell benutzte Hausmittel. Sie stellt in keiner Weise Ersatz für Beratungen oder Behandlungen durch Ärzte oder Apotheker dar. Die Wirksamkeit und Unbedenklichkeit der Mittel wird nicht garantiert. Alle Angaben sind ohne Gewähr. Wenden Sie sich bei gesundheitlichen Fragen oder Beschwerden immer an einen Arzt oder Apotheker.

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