Akelei (Aquilegia vulgaris)

Akelei
1. Beschreibung Die Akelei gehört zu den Hahnenfußgewächsen und ist eine mehrjährige, krautige Pflanze mit einer Wuchshöhe bis zu einem Meter. Man kennt sie meist nur als Garten- und nicht als Heilpflanze, wahrscheinlich auch, weil die Akelei giftig ist.
Gerade in Süddeutschland gibt es häufig die wildwachsene Gemeine bzw. Gewöhnliche Akelei, es gibt aber auch Zucht- und Mischformen.
Die wechselständig angeordneten Blätter sind doppelt dreiteilig und im Bodenbereich der Pflanze. Jedes Teilblatt ist dreilappig gekerbt.
Die aufrechten, in blütennähe behaarten und in Gruppen wachsenden Stängel sind im oberen Bereich verzweigt. Die glockige Blüte hängt nickend herab. Die Blüte selbst besteht aus 5 Kelchblättern, welche am Ende gebogene Fortsätze bilden. Die Staubblätter liegen zentriert und stehen aus der Blüter heraus.
Blütezeit ist zwischen Mai und Juli.

2. Anbau / Haltung Die Gemeine Akelei mag sandige, kalkhaltige Böden, wie in lichten Laubwäldern oder Waldrändern. In den Gärten gibt es die wildesten Farbkombinationen, in der Natur verhält sich die Akelei eher unauffällig in blauvioletten Farbtönen.
Die schon erwachsenen Pflanzen werden nach den Eisheiligen in den Gartenboden gesetzt. Die Aussaat erfolgt nach dem letzten Bodenfrost ins Freiland.
Ist eine Selbstaussaat der Pflanze unerwünscht, so schneidet man diese direkt nach der Blüte bis oberhalb des Bodens zurück.

3. Ernte Es ist ratsam im Umgang mit der Pflanze immer Handschuhe zu tragen.
Die Fruchtstände für spätere Generationen werden direkt nach der Blüte geerntet.

4. Verwendung Die Akelei gilt als adstringierend, blutreinigend, harn- und schweisstreibend.
In der Homöopathie verwendet man sie bei Regelbeschwerden, Nervosität, Schwächeanfällen und speziellen Hautkrankheiten.
Die Schulmedizin hat kaum Verwendung für die Pflanze aufgrund ihrer giftigen Inhaltsstoffe. Die enthaltenen Isochinolialkaloide sind Reizgifte, welche schmerzhafte Hautreaktionen hervorrufen können. Die Samen enthalten das krebserregende Blausäure-Glykosid. Nach innerer Anwendung kann es Vergiftungstypischen Reaktionen, wie Übelkeit, Erbrechen und Durchfall kommen.
Durch Trocknen oder Erhitzen der verwendeten Teile können die giftigen Stoffe unschädlich gemacht werden.
5. Hausmittel Zwar verliert das Gift der Pflanze angeblich im getrockneten oder erhitzten Zustand seine Wirkung und es werden oft Umschläge oder Tees mit dem getrockneten Kraut bei Verdauungsbeschwerden oder Hautproblemen getätigt, dennoch wird hier aufgrund der umstrittenen Wirkung und Handhabung auf die Auflistung von Hausmitteln verzichtet.



Akelei
Akelei

Die Akelei gilt als blutreinigend, harntreibend, adstringierend und schweisstreibend. Sie wird meist als Salbe oder Tinktur angewendet. Allerdings sind viele Teile der Akelei, besonders Samen und Wurzel, giftig.

Akelei Akelei







Hinweis: Diese Webseite ist eine Sammlung von Informationen über früher und aktuell benutzte Hausmittel. Sie stellt in keiner Weise Ersatz für Beratungen oder Behandlungen durch Ärzte oder Apotheker dar. Die Wirksamkeit und Unbedenklichkeit der Mittel wird nicht garantiert. Alle Angaben sind ohne Gewähr. Wenden Sie sich bei gesundheitlichen Fragen oder Beschwerden immer an einen Arzt oder Apotheker.

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